Wie Deine Darmgesundheit Dir dabei helfen kann, nicht krank zu werden

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Wie Deine Darmgesundheit Dir dabei helfen kann, nicht krank zu werden

Die seit einigen Wochen bestehende Maskenpflicht in Deutschland sorgt für starke Diskussionen. Es wird darüber debattiert, wie man die Bevölkerung davor schützen kann, sich mit dem gefährlichen Covid-19 Virus zu infizieren. Ob die Masken vor mehr als nur einem Bußgeld schützen, lassen wir so im Raum stehen.

Viel interessanter ist für uns, warum nicht darüber gesprochen wird, wie man die Infektionsresistenz des Körpers generell verbessern kann. Immerhin gäbe es insgesamt weniger Probleme in diese Richtung, wenn unser Körper widerstandsfähiger gegenüber Infektionskrankheiten wäre.

Der erste Gedanke ist oft Vitamin C

Egal ob aus frischem Obst, Gemüse, Tabletten oder Pulverform – für Oma war es DAS Mittel gegen eine Grippe.

Klar, Vitamin C kann neben allen anderen wichtigen Nährstoffen dazu beitragen unser Immunsystem stabil zu halten. Nichtsdestotrotz bringt alles Gute nichts, wenn die Resorptionsfähigkeit unseres Körpers eingeschränkt ist.

„Resorptio…? Klingt wie ein Zauberspruch aus Harry Potter!“

Auch wenn es sich dabei um keinen echten Zauberspruch handelt, so ist das was da passiert tatsächlich etwas Magisches. Unser Immunsystem befindet sich zum größten Teil in unserem Darm. Die im Darm enthaltenden Darmbakterien (Mikrobiom) leisten ganze Arbeit, um uns dabei zu helfen wertvolle Nährstoffe über die Darmwände in unserem Körper aufnehmen zu können.

Es ist sogar so, dass Mediziner aufgrund einer Untersuchung der Mikroflora auf den Gesundheitszustand eines Patienten schließen können. Nicht nur der Darm kann Aufschluss darüber liefern, wie gesund Du bist, sondern werden z. B. auch je nach Belangen Diagnosen anhand einer gesunden oder gestörten Gemeinschaft von Mikroorganismen im Mund, der Haut oder im Genitalbereich gestellt.

Bakterien helfen Dir dabei, gesund zu bleiben!

Am HZI (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung) in Braunschweig wird von der Forschungsgruppe „Mikrobielle Immunregulation“ von Till Strowig derweil erforscht, inwieweit diese mikrobiellen Gemeinschaften Infektionskrankheiten beeinflussen und wie diese manipuliert werden können, um Krankheiten zu behandeln.

Zwar bilden wir als Wirtsorganismus „Mensch“ mit ca. 99% den größten Teil der Biomasse. Vergleicht man die Menge unserer menschlichen Körperzellen allerdings mit den sehr viel kleineren Mikrobionen -> Zellen, so sind diese im Verhältnis von 10 zu 1 deutlich in der Überzahl.

Diese dichte Besetzung der Darmwand sorgt dafür, dass es keinen weiteren Platz für krankmachende Erreger gibt. Die „guten“ Bakterien verteidigen uns so gesehen sogar gegen die schädlichen. Des Weiteren trainieren sie unser Immunsystem. Die aktuelle Wissenschaft deutet darauf hin, dass die sich entwickelnde Darmflora entscheidend zur Ausbildung unseres Immunsystems beiträgt. Mäuse, die ohne Darmbakterien (keimfrei) aufgezogen wurden, besaßen später beispielsweise nur ein stark eingeschränktes Immunsystem.

Wie kannst du Dein Mikrobiom gesund halten?

Die Mikrobiome der Menschen unterscheiden sich oft voneinander und sind stark von der Ernährung, der Immunkompetenz und vom Medikamentenkonsum abhängig.

So ernähren sich Darmbakterien in vielen Fällen hauptsächlich von den für uns Menschen unverdaulichen Ballaststoffen. Wenn Du also nicht ausreichend Gemüse, Obst, Vollkorngetreide oder Hülsenfrüchte etc. zu Dir nimmst, kann diese Unterversorgung weiter gedacht dazu führen, dass Du an Verdauungsbeschwerden leidest, Du leichter krank wirst und Dich generell abgeschlagen und träge fühlen kannst.

Gut zu wissen: Eine Behandlung mit Antibiotika tötet nicht nur die „bösen“ Bakterien, sondern richtet sich nicht selten auch gegen die nützlichen Bakterien, mit denen wir in Symbiose leben.

Bei Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes und entzündlichen Darmkrankheiten wurde ebenso eine Störung des Mikrobioms beobachtet. Teilweise können die Störungen Auslöser der Krankheiten sein, teilweise aber auch die Krankheiten die Auslöser für die Störung.

Spoiler: Gemüse und Obst helfen Dir dabei, gesund zu bleiben.

Du hast gelernt, wie eine ballaststoffreiche Ernährung Dir dabei helfen kann, jenseits der üblichen Vitamin Mythen und durch eine umfassende Darmgesundheit langfristig fit zu bleiben. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt, etwa 30 – 40 g Ballaststoffe pro Tag zu sich zu nehmen. Wir empfehlen es Dir auch, jedenfalls bevor Du Deine Atemschutzmaske aufgesetzt hast.

Wenn Du Dich dafür interessierst, wie der richtige Ansatz in Deinem speziellen Fall wäre, kontaktiere gerne unsere Experten für eine persönliche Beratung.

Dein TeamFRSHMKR 

Ich bin Marcus Kemmer, Gründer & Head-Coach von TeamFRSHMKR®, und wünsche Dir viel Spaß beim lesen, stöbern und weiterbilden!
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